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Ukraine als Mehltau auf den Börsen - russischer Bann für Agrarprodukte aus Sanktionsländern

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Ukraine als Mehltau auf den Börsen - russischer Bann für Agrarprodukte aus Sanktionsländern

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Das Säbelrasseln in der Ukraine und die Konflikte im Nahen Osten haben die europäischen Aktienbörsen belastet.

Dazu kamen nachhaltige Befürchtungen, die für nächstes Jahr erwartete Zinswende in den USA könnte früher als bislang gedacht kommen. Und einige europäische Konjunkturdaten fielen schwächer aus als erwartet.

Dieses Szenario habe dafür gesorgt, so Börsianer in Frankfurt, dass die Stabilisierung vom Vortag nur ein Strohfeuer geblieben sei.

Der Eurostoxx50 und Zürich verloren 0,63 Prozent, Frankfurt etwas mehr. Die Aktien der Deutschen Telekom büßten als größter Dax-Verlierer 2,78 Prozent ein.

Lissabon sackte – vor allem wegen des Niedergangs der Espírito Santo-Gruppe – um gut vier Prozent nach unten.

Will Hobbs, Analyst bei Barclays:

“Da deutet nahezu unbegrenzt viel nach unten und sehr, sehr wenig nach oben – bei jeder weiteren Eskalation des Ukraine-Konflikts, egal von welcher Seite. Die riesige paramilitärische Präsenz auf beiden Seiten lässt jede Möglichkeit für Querschläger und jede Möglichkeit für eine Eskalation.”

Auf dem Papier ist sie schon da: Russlands Präsident Wladimir Putin unterschrieb ein Importverbot für landwirtschaftliche Produkte aus Ländern, die Sanktionen über Russland verhängt hatten. Die Börse in Moskau verlor 2,56 Prozent.

Die Ölpreise zogen an, der Euro rutschte zwischendurch auf ein Neun-Monats-Tief von 1,3334 Dollar.

su mit dpa, Reuters