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Zahlreiche Tote bei Kämpfen und Anschlägen im Irak

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Zahlreiche Tote bei Kämpfen und Anschlägen im Irak

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Bei einer Serie von Anschlägen mit Autobomben sind in mehreren Stadtteilen Bagdads mehr als 50 Menschen getötet worden.. Nach Angaben der Polizei detonierten die ersten Bomben im Schiitenviertel Sadr City. In Bagdad kommt es wieder häufiger zu Anschlägen, seit die islamistische Terrororganisation “Islamischer Staat” Teile des Nordiraks kontrolliert.

Bei Luftangriffen auf die von der Organisation kontrollierte nordirakischen Stadt Mossul sind nach Angaben der irakischen Streitkräfte rund 60 IS-Kämpfer getötet worden. Die Extremisten hatten am vergangenen Wochenende nach heftigen Kämpfen kurdische Einheiten aus großen Gebieten nördlich und westlich von Mossul vertrieben. Sie beherrschen bereits weite Teile im Norden und Westen des Landes.

Vor den Kämpfen und der Terrorgruppe IS in der Stadt Shingal haben sich Tausende Yesiden in die Berge geflüchtet, wo es ihnen an Wasser und Nahrung fehlt. Die Gemeinschaften der religiösen Gruppe der Yesiden (oder Eziden) in Deutschland macht in den vergangenen Wochen immer wieder auf die dramatische Situation aufmerksam.

Es gibt etwa 700.000 Yesiden im Irak, die vor allem im Grenzgebiet mit Syrien leben. Sie sind ethnische Kurden und fühlen sich von der Regierung in Bagdad im Stich gelassen.