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Die Trümmer von Gaza

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Die Trümmer von Gaza

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Die Waffenruhe im Gazastreifen, eine Atempause für die Menschen dort. Weite Teile von Gaza-Stadt sind verwüstet. In den Trümmern suchen viele Einwohner nun nach übriggebliebenen Habseligkeiten. Muhammed Al-Dalo ist einer von ihnen. Er hat seine Mutter und Großmutter bei einem israelischen Angriff verloren, in letzter Minute konnte er mit seinen Kindern fliehen.

“Da unten sind meine Kleider, unser Fernseher und andere Sache. Was ich anhabe, haben mit andere gegeben. Ich habe sonst nichts zum Anziehen. Auch meine Kinder haben nichts mehr. Ich weiß nicht, wie ich die Sachen da rausbekommen soll.”

Rund 10.000 Einwohner von Gaza-Stadt haben Schätzungen zufolge ihre Wohnungen verloren. Mehr als 1100 Gebäude wurden völlig zerstört. Viele Tote konnten noch nicht aus den Trümmern geborgen werden.

Viele, die ihre Wohnungen verloren haben, suchen in einer der UN-Schulen Zuflucht. Die meisten hier wollen Frieden und ein menschenwürdiges Leben.

Eine Frau klagt: “Wir wollen einen Waffenstillstand und Frieden. Die arabische Welt soll herschauen, sind wir nicht Menschen wir alle anderen? Alle haben ein gutes Leben, nur uns geht es schlecht, wir sind obdachlos. In den letzten drei Jahren haben wir vier Kriege erlitten.”

Nun ruhen die Hoffnungen darauf, dass der Waffenstillstand hält. Israel hat bereits gedroht zuzuschlagen, sollte die Hamas nach Ablauf der 72-Stunden-Frist wieder Raketen nach Israel feuern.

Palästinensischen Angaben zufolge kamen bei dem fast einmonatigen Krieg 1900 Palästinenser ums Leben, drei Viertel von ihnen Zivilisten, so die UNO. Israel sagte, unter den Toten seien 900 militante Kämpfer. Auf israelischer Seite kamen 64 Soldaten und drei Zivilisten um.