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Islamistische IS-Milizen erobern weitere christliche Orte im Nordirak

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Islamistische IS-Milizen erobern weitere christliche Orte im Nordirak

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Die Kämpfer der islamistischen Terrororganisation “Islamischer Staat” (IS) haben die mehrheitlich von Christen bewohnte Stadt Tal Kaif im Nordirak eingenommen. Sie hätten die dort stationierten kurdischen Peschmerga-Soldaten vertrieben, berichteten geflohene Einwohner. Die meisten Familien seien daraufhin in die zum kurdischen Autonomiegebiet gehörende nördliche Provinz Dohuk geflohen. Damit sind die vor allem von Christen bewohnten Gebiete rund um Mossul in Hand der Dschihadisten.

Die Stadt liegt rund 20 Kilometer nördlich von Mossul. Mossul wurde für den IS zur
Operationsbasis, nachdem die Terrormiliz die Stadt Anfang Juni komplett erobert hatte. Bei Anschlägen auf schiitische Moscheen in der Region wurden mindestens sechs Menschen getötet. Am Mittwoch waren allein in Bagdad bei Explosionen von Autobomben mehr als 50 Menschen getötet worden.

Frankreich will angesichts des IS-Vormarsches eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Erst am Wochenende hatten die sunnitischen Extremisten das Hauptsiedlungsgebiet der kurdischen Minderheit der Jesiden überfallen
und laut Augenzeugen viele von ihnen getötet.