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Etihad unterschreibt bei Alitalia

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Etihad unterschreibt bei Alitalia

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Der Air-Berlin-Aktionär Etihad kann bei der angeschlagenen italienischen Alitalia mit 49 Prozent einsteigen. Das besiegelten die Chefs der beiden Fluggesellschaften, James Hogan und Gabriele Del Torchio, nach acht Monaten schwieriger Verhandlungen.

Zuvor hatten die Aktionäre der Alitalia den Vertrag mit der arabischen Airline aus Abu Dhabi und eine weitere Kapitalerhöhung gebilligt. In den nächsten Jahren will Etihad insgesamt rund 1,76 Milliarden Euro investieren – auch um die Flotte zu modernisieren und das Personal fortzubilden.

Der Deal muss nun noch von den Kartellbehörden genehmigt werden.

Nach europäischem Recht müssen bei EU-Fluggesellschaften nationale Anteilseigner die Mehrheit behalten.

Die Alitalia-Aktionäre hatten zuvor auch der nochmals um 50 Millionen Euro aufgestockten Kapitalerhöhung von 300 Millionen Euro zugestimmt. Italiens staatliche Post will 75 Millionen Euro in die marode einstige Staatsfluglinie Alitalia investieren – eine zuletzt nochmal erhöhte Summe.

Etihad wird in einem ersten Schritt 560 Millionen Euro Kapital – dringend benötigtes frisches Geld – in
das Unternehmen pumpen. Die Araber hatten den Abbau von mehr als 2.000 Jobs und die Beteiligung anderer bei der Sanierung verlangt. Nach zähen Verhandlungen mit Gewerkschaften und Banken sollen nun 2.171 der insgesamt etwa 13.000 Alitalia-Arbeitsplätze verschwinden.

Die italienische Regierung sieht den Etihad-Einstieg als große Chance für den kriselnden Standort Italien.
Verkehrsminister Maurizio Lupi hatte betont, die Airline bleibe vor allem auch dank des Anteils von Air France-KLM in europäischer Hand.

Alitalia fliegt seit Jahren Verluste ein. Die Aktionäre hatten erst im Oktober vergangenen Jahres einer Kapitalerhöhung um bis zu 300 Millionen Euro zugestimmt, um eine drohende Zahlungsunfähigkeit
abzuwenden. Jetzt sollen eine Umwidmung der hohen Alitalia-Schulden, sieben neue internationale Destinationen bis 2018 und sieben neue
Langstreckenflugzeuge dazu beitragen, dass Alitalia bis 2017 – zum ersten Mal seit dem Jahr 2002 – wieder aus den roten Zahlen fliegt.

su mit dpa