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Irak: Hunderttausende Christen und Jesiden auf der Flucht, jetzt greift Obama ein

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Irak: Hunderttausende Christen und Jesiden auf der Flucht, jetzt greift Obama ein

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Angst und Verzweiflung treibt sie zusammen, die Christen im Irak.
Sie müssen sich vor den Angriffen der Terrormiliz “Islamischer Staat” schützen und suchen Zuflucht – wie hier in einer Kirche in Erbil. Doch die IS-Milizen befinden sich nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt, die Angst unter den Flüchtlingen wächst.
Bereits etwa hunderttausend Christen flohen nach Angaben des Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche – zum Teil zu Fuß – aus ihren Heimatdörfern.
Auch die kurdische Minderheit der Jesiden muss die brutalen Angriffe der IS-Milizen fürchten, tausende suchten Zuflucht im Sindschar-Gebirge.
Kurdische Peschmerga-Truppen und Extremisten der Terrorgruppe IS kämpften nach Angaben lokaler Medien an mehreren Fronten westlich des
Gebirges.
Jetzt genehmigte Barack Obama gezielte Luftangriffe zum Schutz von US-Militärberatern im Nordirak und den Abwurf von Hilfsgütern. Das trifft auf Zustimmung unter den Kurden.

“Wir danken noch einmal Barack Obama für seine Entscheidung, die Peschmerga miliärisch zu unterstützen. Außerdem sorgt er dafür, dass Kurdistan ein Platz für religiöse Minderheiten ist:
Es ist zudem ein Ort mit US-Institutionen und es liegt daher in ihrem Interesse, sie zu beschützen.”

Die irakische Regierung scheint mit der Lage überfordert.

“Wir wollen nicht bloß reden sondern handeln. Von der irakischen Regierung haben wir eine Menge gehört, aber es sind Diebe und Lügner. Sie reden nur.”, so ein Anwohner.

Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenseite Rudaw sind etwa 50 000
Jesiden seit Tagen im Sindschar- Gebirge eingeschlossen. Mindestens
70 Menschen seien bereits verhungert oder verdurstet. Viele würden
sich inzwischen von Blättern ernähren.