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Moody's: "Generation Lesebrille" kostet weltweit Wachstum

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Moody's: "Generation Lesebrille" kostet weltweit Wachstum

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Der Anteil der alternden Bevölkerung (“Generation Lesebrille”) nimmt rund um den Globus zu und dürfte das Wirtschaftswachstum in den kommenden 20 Jahren nachhaltig dämpfen, warnt die Ratingagentur "Moody's".

Das treffe nicht nur schon überalterte Gesellschaften wie in Deutschland, Italien oder Japan mit mindestens einem Fünftel der Bevölkerung über 65.

Sondern auch Länder wie Russland, Thailand, Chile oder China sähen rasch älter aus. Sogar “jungen” Ländern wie Brasilien und der Türkei könne man beim “Altern” zusehen.

Die Kehrseite: Laut Moody’s wächst die Arbeitsbevölkerung (15- bis 64-jährige in den meisten OECD-Ländern) – und damit das Wachstumspotential – ab 2015 nur noch gut halb so stark wie in den fünfzehn Jahren zuvor.

Anne Van Praagh, “Sovereign Risk Group” bei Moody’s:

“Der Rückgang der Arbeitsbevölkerung in Ländern wie Russland, Japan und Deutschland ist nichts Neues. Wir kennen auch die lange rückläufige Erwerbsbeteiligung in den USA. Tatsächlich ist das aber nicht nur ein Problem entwickelter Märkte, das geht auch Entwicklungs- und Schwellenländer etwas an.”

Die Bevölkerung im Erwerbsalter dürfte in etwa 16 Ländern, darunter Deutschland, Russland, die Ukraine und Japan, bis 2030 um mehr als 10 Prozent fallen, so der Bericht.

Was tun?

Moody’s Rezepte haben auch schon einen grauen Bart: Mehr Junge und Frauen zur Erwerbsarbeit ermuntern, “stromlinienförmige” Einwanderungspolitik und Ältere länger als Arbeitsbevölkerung mitmischen lassen.

su mit AFP