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Ebola: Guinea schließt die Grenzen

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Ebola: Guinea schließt die Grenzen

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Um die Ausbreitung der Ebola-Epidemie einzudämmen, hat Guinea seine Grenzen zu den Nachbarländern Liberia und Sierra Leone geschlossen. In Guinea sind seit März fast 370 Menschen an Ebola gestorben.

Nigeria erklärte den nationalen Notstand. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es bislang neun bestätigte Infektionen sowie fast 140 Verdachtsfälle im bevölkerungsreichsten Land Afrikas.

“Präsident Goodluck Jonathan drängt darauf, dass die Überführung von Leichen innerhalb des Landes und aus anderen Ländern unverzüglich unterbrochen wird”, so ein Regierungssprecher. “Jeder Todesfall sollte den zuständigen Behörden gemeldet werden und besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten.”

Die Nigerianer wurden aufgefordert, Menschenansammlungen zu meiden, zur Umsetzung der Dringlichkeitsbestimmungen bewilligte die Regierung finanzielle Mittel in Höhe von umgerechnet fast neun Millionen Euro.

Im US-Bundesstaat Kalifornien arbeitet die Molekularbiologin Erica Ollmann Saphire seit elf Jahren an der Entwicklung eines Ebola-Impfstoffes.

“Wir wissen, dass der Impfstoff im Reagenzglas, bei Mäusen und bei Affen wirkungsvoll ist”, so Ollmann Saphire. “Als nächstes stehen Versuche bei Menschen an. Die sind für 2015 vorgesehen.”

Insbesondere die schnelle Verbreitung mache Ebola so gefährlich, sagt Ollmann Saphire. Während der derzeitigen Epidemie starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation in Westafrika bisher mehr als 930 Menschen an Ebola.