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"Sie wollen keine Schiiten, Sunniten, Christen oder Jesiden"

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"Sie wollen keine Schiiten, Sunniten, Christen oder Jesiden"

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Die Massenflucht irakischer Bürger vor den IS-Milizen scheint unaufhörlich.
In oft überfüllten Fahrzeugen versuchen auf dieser Straße Angehörige religiöser Minderheiten aus der Stadt Mossul in von Kurden beherrschte Gebiete zu gelangen.

“Die IS-Milizen sind in unsere Stadt eingefallen”, sagt ein schiitischer Flüchtling. “Sie wollen keine Schiiten, sie wollen keine Sunniten und auch keine Christen oder Jesiden. Sie haben unsere Häuser übernommen. Wir appellieren an unsere Regierung, an die kurdische Regierung und an die internationale Gemeinschaft, uns zu retten.”

Hunderte Iraker, die meisten von ihnen jesidischen Glaubens, haben sich in diesem Lager im türkischen Silopi in Sicherheit bringen können. Mehrere Dutzend Landsleute kostete die überstürzte Flucht bereits das Leben. Viele sollen verdurstet sein.

Nach den USA entsandte auch Großbritannien Frachtflugzeuge, um Lebensmittel über dem Nordirak abzuwerfen. Die deutsche Regierung stellte knapp drei Millionen Euro Hilfsgelder zur Verfügung.