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Krieg im Irak: Obama rechnet mit längerer US-Militäroperation

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Krieg im Irak: Obama rechnet mit längerer US-Militäroperation

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Die Eroberung des strategisch wichtigen Mossul-Staudamms im Nordirak durch die Terrormiliz Islamischer Staat ist von der Führung der kurdischen Autonomieregion bestätigt worden.

Die größte Talsperre im Irak liegt rund 40 Kilometer nordwestlich der Stadt Mossul.

Die Kontrolle des Dammes hat auch der Beginn von US-Luftschlägen nicht verhindern können. Die Dauer der Attacken wollte US-Präsident Barack Obama nicht festlegen:

“Unsere Luftschläge haben erfolgreich Waffen und andere Ausrüstung der IS-Terroristen für deren Einsatz gegen die Stadt Erbil zerstört. Kurdische Bodentruppen verteidigen Erbil. Sie erhalten Unterstützung von den USA und der irakischen Armee.
Das Problem wird nicht innerhalb weniger Wochen zu lösen sein. Dies wird einige Zeit in Anspruch nehmen.”

Das umkämpfte Erbil ist die letzte noch von Kurden dominierte Großstadt im Nordirak. Befürchtet wird zudem ein weiteres Vorrücken der IS auf die Hauptstadt Bagdad.

Vom irakischen Verteidigungsministerium veröffentlichte Aufnahmen zeigen offenbar den Abwurf von Hilfsgütern im Nordirak. Sie sind für die bis zu 200.000 jesidischen und christlichen Flüchtlinge in unwegsamen Gebirgsregionen bestimmt.

Nach Angaben des Pentagons haben US-Flugzeuge bereits mehr als 36.000 Lebensmittelrationen und zehntausende Liter Wasser abgeworfen.

Ferner will nach Großbritannien auch Frankreich mit Lieferungen von Hilfsgütern beginnen.