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Präsidentenwahl in der Türkei: Erdogan haushoher Favorit

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Präsidentenwahl in der Türkei: Erdogan haushoher Favorit

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In die erste direkte Präsidentschaftswahl der Türkei geht einer der drei Kandidaten heute als haushoher Favorit: Laut Umfragen steht der amtierende Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan vor dem Höhepunkt seines Machtstrebens.

Der 60-jährige Chef der islamisch-konservativen AKP-Partei kann bereits im ersten Wahlgang auf die erforderliche absolute Mehrheit hoffen.

Zum Wahlkampfabschluss gestern Abend versprach Erdogan für den Fall seines Sieges bereits “eine neue Türkei”.

Einziger ernsthafter Konkurrent Erdogans ist Ekmeleddin Ihsanoglu. Der Kandidat eines Oppositionsbündnisses hofft von Korruptionsvorwürfen und Erdogans oft kritisiertem Umgang mit der Meinungsfreiheit zu profitieren. Auch setzt er auf die Stimmen von unzufriedenen AKP-Anhängern.

Insgesamt sind fast 53 Millionen Wahlberechtigte zur Stimmabgabe aufgerufen. Der geringste Teil dürfte sich für Kandidat Nummer drei entscheiden: Selahettin Demirtas entstammt der pro-kurdischen Partei HDP. Seine Kandidatur gilt als symbolisch, noch vor zehn Jahren wäre sie praktisch unmöglich gewesen.

Bereits vorzeitig gelaufen ist die Präsidentenwahl für die rund 2,8 Millionen stimmberechtigten Auslandstürken. Bis zum Ablauf ihrer Frist am vergangenen Sonntag machten weniger als neun Prozent Gebrauch von ihrem Wahlrecht.