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Zehntausende fliehen vor Kämpfen in Donezk

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Zehntausende fliehen vor Kämpfen in Donezk

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Zehntausende sind am Wochenende vor dem Kämpfen um die Millionenstadt Donezk geflohen. Die Stadtverwaltung meldete am Sonntag mindestens einen bestätigten toten Zivilisten in der Stadt. Viele weitere werden derzeit von ihren Angehörigen vermisst.

“Ich weiß nicht wo meine Tochter und wo mein Enkel ist. Ich gehe hier nicht weg… Ich werde ihn nie wieder sehen, er ist tot…”, klagte eine verzweifelte alte Frau, die bei einem Angriff von ihrer Familie getrennt worden war.

Noch kommt der Beschuss der ukrainischen Armee aus der Ferne. Dass man einen Häuserkampf nicht scheuen werde, daran ließen die Separatisten aber keinen Zweifel.

Etwa 300.000 der mehr als eine Million Einwohner sollen die Stadt bereits verlassen haben. Züge, wie der nach Moskau, sind bis auf den letzten Platz besetzt.

“Es ist sehr beängstigend”, sagt eine Frau vor der Abfahrt am Bahnhof. “Als wir durch Donezk gefahren sind, waren schon Panzer und Soldaten da. Wir haben viele Explosionen gesehen, auch hier am Bahnhof haben wir Angst. Aber dies ist unsere letzte Chance, uns selbst zu retten.”

Von den Fliehenden weiß niemand, wann und zu was sie eines Tages zurückkehren werden.