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Bald experimentelle Medikamente gegen Ebola-Epidemie erlaubt?

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Bald experimentelle Medikamente gegen Ebola-Epidemie erlaubt?

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Die Ebola-Epidemie breitet sich in Afrika weiter aus. Liberias Armee stellte eine dritte Provinz unter Quarantäne. Das Land hatte bereits vergangene Woche den Notstand ausgerufen. Mehr als 900 Menschen starben infolge der Ebola-Epidemie, darunter fast 300 allein in dem westafrikanischen Land. Neben Liberia, Sierra Leone, und Guinea ist das Virus nun auch im bevölkerungsreichsten Staat des Kontinents aufgetaucht: in Nigeria.

Bislang gibt es keine Medikamente gegen die meist tödlich verlaufende Krankheit. Medizin-Ethiker der Weltgesundheitsorganisation beraten nun in Genf über den Einsatz von experimentellen Wirkstoffen, wie zum Beispiel “ZMapp”. Mit diesem Mittel waren zwei Amerikaner und ein Spanier behandelt worden. Dieser Antikörper-Cocktail hatte sich bei Versuchen an Affen als wirksam erwiesen. Ob er auch Menschen retten kann, ist unklar.

In der Berliner Charité wird schon mal für den Ernstfall geprobt. Die Sonder-Isolierstation 59 ist einsatzbereit. Tropenmediziner halten einen Ebola-Ausbruch in Deutschland für äußerst unwahrscheinlich. Das Netz medizinischer Einrichtungen sei viel engmaschiger.