Eilmeldung

Eilmeldung

Irak: US-Intervention bringt Erfolge im Kampf gegen Terrorgruppe IS

Sie lesen gerade:

Irak: US-Intervention bringt Erfolge im Kampf gegen Terrorgruppe IS

Schriftgrösse Aa Aa

Im Kampf gegen die islamistische Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) im Irak haben die kurdischen Kämpfer Erfolge gemeldet. Die US-Luftwaffe unterstützte die Peshmerga mit mehreren Angriffen. Den kurdischen Kämpfern gelang daraufhin die Eroberung der wichtigen Städte Makhmour und Gwer, die in der Nähe von Erbil liegen, der Hauptstadt der autonomen Kurdenregion. Laut Pentagon hatten die Islamisten die kurdischen Truppen zuvor mit Artillerie beschossen.

Der französische Außenminister Laurent Fabius forderte bei einem Kurzbesuch im Irak eine Einheitsregierung. Der Irak brauche dringend eine Regierung, von der sich alle Menschen repräsentiert fühlen, damit sie zusammen den Terrorismus bekämpfen könnten, sagte er nach einem Treffen mit seinem irakischen Amtskollegen Hussein al-Schahristani am Sonntag.

Zur Unterstützung des Kampfes gegen IS werde Frankreich in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern eventuelle Waffenlieferung prüfen, so Fabius. Zuvor hatte die Autonomieregion Kurdistan die Welt um Waffenlieferungen gebeten. Dass Frankreich selbst militärisch eingreift, schloss Fabius jedoch aus. Ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrates und eine direkte Bedrohung französischer Staatsangehöriger werde Paris keine Soldaten schicken. Aber natürlich werde sein Land seine Freunde immer unterstützen, so der Außenminister.

Derzeit hilft Paris mit Lieferungen zur Unterstützung der von IS verfolgten Bevölkerung. Auch London und Washington schickten Hilfe. Berlin stellte über vier Millionen Euro für Nothilfemaßnahmen zur Verfügung, das versicherte der deutsche Außenminister Frank Walter Steinmeier gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".

Dringend benötigt wird die Hilfe unter anderem in der bergigen Sindscharregion im Nordirak. Dorthin flohen schätzungsweise mehr als 100.000 Jesiden vor IS. Mehr als 60 Angehörige der religiösen Minderheit sollen bereits verdurstet oder verhungert sein.