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Machtkampf im Irak: Schiit al-Abadi soll Regierung bilden

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Machtkampf im Irak: Schiit al-Abadi soll Regierung bilden

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Im Irak ist ein offener Machtkampf um das Amt des Regierungschefs ausgebrochen – zwei Monate nach dem Beginn des Vormarsches radikaler Islamisten.

Präsident Fuad Massum beauftragte den Politiker Haidar al-Abadi mit der Regierungsbildung. Abadi war von den schiitischen Parteien der Nationalen Allianz nominiert worden.

Der Präsident stellte sich damit gegen den bisherigen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki. Dessen Rechtsstaats-Allianz gehört ebenfalls der Nationalen Allianz an, lehnt aber die Kandidatur Abadis ab.

Maliki hatte zuvor erklärt, er werde nicht auf seine dritte Amtszeit verzichten. Er positionierte zudem die Armee an strategisch wichtigen Punkten in Bagdad, um seinen Machtanspruch zu demonstrieren.

Hunderte Anhänger sicherten ihm unterdessen in Bagdad ihre Unterstützung zu.

Das höchste Gericht hatte zuvor Malikis Anspruch auf das Amt des Regierungschefs bestätigt.

Nach Ansicht der Richter ist seine Rechtsstaat-Allianz der größte Block im Parlament und stellt damit den Ministerpräsidenten.

Sunniten und Kurden, aber auch Schiiten hatten den Rückzug al-Malikis gefordert.