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USA wollen Tausende Jesiden in Sicherheit bringen

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USA wollen Tausende Jesiden in Sicherheit bringen

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Jesidische Flüchtlinge, die vor den Kämpfern des Islamischen Staats nach Syrien geflüchtet waren, kehren in den kurdischen Teil des Iraks zurück.

Die USA suchen unterdessen nach einer Möglichkeit, weitere Tausende im Sindschar-Gebirge eingeschlossene Flüchtlinge in Sicherheit zu bringen.

Bislang gelangten mehr als 30.000 Jesiden zurück in den kurdisch kontrollierten Teil des Iraks.

IS-Kämpfer sollen nach Angaben der irakischen Regierung bislang 500 Mitglieder der religiösen Minderheit getötet haben.

Eine Jesidin berichtet: “Ich setzte zwei meiner Söhne in ein Auto, das uns abholen sollte. Dann holte ich das dritte Kind, und als ich zurückkehrte zum Wagen, war der bereits abgefahren. Ich bin dann den halben Weg gelaufen. Ein anderes Auto nahm mich später mit. Ich habe drei Kinder, eins ist bei mir, aber ich habe die anderen verloren. Seit dem habe ich die zwei Kinder und meinen Mann nicht mehr gesehen.”

Das Ziel der aus den Bergen geflohenen Jesiden ist nun die nordirakische Stadt Derik. Dort wurde ein Flüchtlingscamp errichtet.

Die IS-Kämpfer bezeichnen die Jesiden als Teufelsanbeter. Sie drohten mehreren Hundert Familien mit dem Tod, sollten sie sich nicht dem sunnitischen Islam anschließen.