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Ebola-Epidemie: Erstes europäisches Opfer ist tot

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Ebola-Epidemie: Erstes europäisches Opfer ist tot

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Das erste europäische Opfer der Ebola-Epidemie in Westafrika ist tot. Das teilten die Behörden mit. Der Geistliche war in der Quarantäne-Station einer Klinik in der spanischen Hauptstadt Madrid behandelt worden.

Der 75-Jährige hatte in Liberia als Pfleger gearbeitet und war vorige Woche von dort nach Madrid ausgeflogen worden. Die Zahl der Todesopfer der Ebola-Epidemie liegt mittlerweile bei über 1000.

Die liberianische Regierung teilte unterdessen mit, das Land werde das experimentelle, noch nicht zugelassene Medikament “ZMapp” erhalten. Mit dem Mittel würden zwei infizierte Ärzte behandelt. In Liberia trafen zudem Ärzte und große Mengen medizinischer Hilfsmittel aus China ein.

James Dorbor Jallah von der zuständigen liberianischen Arbeitsgruppe erklärte: “Die Menschen sterben. Die Krankheit breitet sich sehr schnell in dicht besiedelten Gebieten aus. Sie ist außer Kontrolle, verbreitet sich rasend schnell in West-Afrika. Das ist eine globale Krise.”

Chinesische Ärzte trafen auch in Guinea ein. Sie sollen die dortigen Mediziner im Umgang mit Schutzkleidung schulen. Ein chinesisches Flugzeug brachte zudem medizinisches Gerät in das Land.

Die Krankheit breitet sich trotz neuer Sicherheitsmaßnahmen weiter in Westafrika aus. Nigeria, wo es bislang nur wenige Infektionen gab, meldete einen neuen Fall. Eine Krankenschwester sei an Ebola erkrankt, sie befinde sich auf einer Quarantäne-Station, teilten die Behörden mit.