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Ebola: USA stimmen Lieferung nicht zugelassener Medikamente nach Liberia zu

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Ebola: USA stimmen Lieferung nicht zugelassener Medikamente nach Liberia zu

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Im Kampf gegen die tödliche Ebola-Epidemie in Westafrika haben die USA der Lieferung eines noch nicht fertig getesteten Medikaments nach Liberia zugestimmt. Wie die Regierung in Monrovia am Montag mitteilte, soll das Arzneimittel im Laufe der Woche eintreffen und zur Behandlung infizierter Ärzte verwendet werden.

Über 300 von mittlerweile über 1000 Todesopfern stammen aus Liberia. Das Land stellte eine dritte Provinz unter Quarantäne. Andere Regionen befinden sich bereits seit vergangener Woche im Notstand. Ebola war im März zuerst in Guinea aufgetreten und breitete sich auf die Nachbarländer Liberia und Sierra Leone aus. Auch in Nigeria wurden Fälle bekannt.

Bisher gibt es kein offiziell zugelassenes Medikament und keinen Impfschutz gegen die meist tödlich verlaufene Krankheit. China lieferte Sanitätsartikel und Schutzanzüge nach Guinea. Zudem wurden chinesische Gesundheitsexperten nach Westafrika abbestellt. In Sierra Leone wurden sieben chinesische Ärzte und ein Pfleger unter Quarantäne gestellt, die Infizierte behandelt hatten. Das teilte der chinesische Botschafter in Freetown mit.

In Ruanda befindet sich ein deutscher Student in Quarantäne. Der kürzlich aus Liberia zurückgekehrte Mann wurde mit Symptomen, wie sie auch bei Ebola auftreten, im Kanombe-Militär-Hospital der Hauptstadt Kigali isoliert, teilte das Gesundheitsministerium am Montag mit. Demnach wurde bei dem Patienten eine Malaria-Infektion festgestellt. Am Nachmittag sei das Fieber bereits gesunken. Ein Ebola-Test sei veranlasst worden, um 100-prozentig sicherzugehen, erklärte Ministerin Agnes Binagwaho.