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Erneut Tote und Verletzte in der Ostukraine

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Erneut Tote und Verletzte in der Ostukraine

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In der Ostukraine wird weiter mit unverminderter Härte gekämpft. In mehreren Orten lieferten sich Regierungstruppen und Separatisten Gefechte. Die Armee eroberte eine wichtige Verbindungsstraße zwischen Gorlowka und Donezk. Auf beiden Seiten habe es Tote und Verletzte gegeben, sagte ein Armeeexperte in Kiew.

Schwere Kämpfe gab es auch in der Nähe von Lugansk. Die Lage in der Großstadt mit rund 250.000
Einwohnern gilt als besonders dramatisch. Der Ort ist seit zehn Tagen von der Wasser- und der Stromversorgung abgeschnitten. Auch in Marinka in der Nähe von Donezk kam es zu schweren Kämpfen.

“Endlich bekommen wir Wasser”, sagt eine Frau, “wir hatten tagelang kein Wasser. Es ist absurd, ein Albtraum. Hier kann man nicht leben, warum töten sie Zivilisten wie uns? Sagen Sie mir das.”

Vor der ukrainischen Botschaft in Moskau kam es zu Protesten von russischen Aktivisten gegen den Krieg. Für manche von ihnen steht Russland am anfang der Eskalation.

“Wir protestieren gegen den Krieg”, sagt einer der Demomstranten. “Wir sind gegen das, was dort im Moment geschieht. Normale russische Menschen sind gegen den Krieg.”

Die Polizei nahm zwölf Demonstranten fest. Das ukrainische Parlament beschloss am Dienstag ein Sanktionspaket gegen Russland, das möglicherweise zu einem Stopp russischer Öl- und Gaslieferungen nach Westeuropa führen konnte.