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Russischer Hilfskonvoi Richtung Ostukraine aufgebrochen

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Russischer Hilfskonvoi Richtung Ostukraine aufgebrochen

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Ein russischer Hilfskonvoi ist in die Ukraine aufgebrochen. Auf 280 Lastkraftwagen sollen rund 2.000 Tonnen Hilfsgüter in die Ostukraine gebracht werden. In zwei bis drei Tagen soll der Konvoi an der ukrainischen Grenze eintreffen. Von da wird er von Vertretern des Internationalen Roten Kreuzes und der OSZE begleitet.

Bei den Hilfsgütern handelt es sich um Spenden aus Moskau und dem Moskauer Umland. “Wir haben hier Babynahrung und Apfelsaft, in anderen Fahrzeugen ist Zucker, Buchweizen und Reis”, zeigt ein Fahrer die Ladung.

Der französische Außenminister Laurent Fabius warnte davor, dass der Kreml den Konvoi als Deckmantel für eine dauerhafte Präsenz in der Region nutzen könnte. Es könne sein, dass sich auf diesem Wege Russen in der Nähe der Rebellenhochburgen Donezk und Luhansk in Stellung brächten und den Westen vor vollendete Tatsachen stellten, sagte Fabius in einem Hörfunkinterview.

Im Osten der Ukraine werden infolge der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten vor allem in Donezk und Luhansk Lebensmittel und Wasser immer knapper.

Die Ukraine hatte am Montag einem internationalen Hilfskonvoi mit russischer Beteiligung unter der Voraussetzung zugestimmt, dass er unter der Führung des Internationalen Roten Kreuzes stattfindet.