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Ukraine will russischen Hilfskonvoi nicht ins Land lassen

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Ukraine will russischen Hilfskonvoi nicht ins Land lassen

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Ein russischer Hilfstransport ist auf dem Weg in die Ostukraine – die Regierung in Kiew erklärte allerdings, ihn nicht ins Land zu lassen. Man werde den Konvoi nur passieren lassen, wenn er unter der Schirmherrschaft des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz steht.

Laurent Corbaz, der zuständige IKRK-Leiter sagte: “Wir haben gesagt, wir sind dabei. Aber wir brauchen Klarheit über die Modalitäten, praktische Schritte, die umgesetzt werden müssen, bevor man so eine Operation startet. Wir müssen wissen, was sich in den Lkw befindet, wie groß der Konvoi ist und welche Güter verteilt werden sollen.”

Der Transport soll 2000 Tonnen Hilfsgüter in das Krisengebiet in der Ostukraine bringen. Der ukrainische Außenminister sagte an die Adresse Russlands gerichtet: “Stoppen sie die Aggression, die russischen Terroristen, den Beschuss und die zynische Propaganda. Dann wird auch niemand humanitäre Hilfe benötigen.”

Der russische Außenminister Sergej Lawrow erklärte, der Konvoi werde unter Federführung des IKRK die russisch-ukrainische Grenze passieren. Unklar ist, ob Russland der Organisation die geforderten Informationen zukommen lässt.

“Ich hoffe, dass diese humanitäre Maßnahme in Kürze starten kann, unter Federführung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz”, so Lawrow. “Wir haben mit der ukrainischen Regierung alle Details vereinbart. Ich hoffe, dass die westlichen Partner die Maßnahme nicht behindern werden.”

Der Konvoi soll Mittwochnacht an der Grenze eintreffen. Die Lkw werden dort in der Region Charkiw erwartet.