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Zehn Jahre danach: Frust an Athener Olympiade

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Zehn Jahre danach: Frust an Athener Olympiade

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Vor zehn Jahren, am 13. August 2004, begannen die Olympischen Spiele in Athen, der Heimat dieses Sportspektakels. Seinerzeit zog Griechenland eine komplett neue Infrastruktur hoch, rund 8 Milliarden Euro wurden ausgegeben.

Zehn Jahre später ist von Glanz und Gloria der Spiele wenig geblieben. Die Sportstätten verfallen, vereinzelt werden sie noch für kleinere Events wie Hochzeiten oder Konferenzen genutzt.

Schuld daran sei die Politik, so Spyros Capralos, Chef des griechischen Olmypiakomitees. “Das olympische Gesetz, das damals half, die ganzen Sporteinrichtungen so schnell zu bauen, hat die Regierung allerdings nicht dazu gebracht, die notwendigen Schritte zu unternehmen, damit diese Einrichtungen auch nach den Spielen anständig weitergenutzt werden können.”

Schon seit längerem steht die Frage im Raum, was man mit der olympischen Hinterlassenschaft denn nun anfängt. Das IOC befasst sich derzeit mit der Lage.

Stratos Safioleas vom IOC: “Das Internationale Olympische Komitee schaut sich die Hinterlassenschaften der Spiele derzeit genau an. Das IOC schaut, inwieweit die Spiele eine Stadt und ein Land verändert haben. In der Regel wird zu solchen Spielen eine brandneue Infrastruktur geschaffen, denn die Olympiade dient als Katalysator dafür. Es gibt also eine neue Sportinfrastruktur für die Stadt und auch viele nichtmaterielle Werte.”

Im Moment glauben viele Griechen, die Spiele hätten ihnen zumindest finanziell rein gar nichts gebracht, manche sprechen gar von einem Riesenfehler. Ob all das stimmt, sollen nun mehrere Untersuchungen herausfinden. Die Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet.