Eilmeldung

Eilmeldung

Flüchtlingsstrom aus dem Donbass reißt nicht ab

Sie lesen gerade:

Flüchtlingsstrom aus dem Donbass reißt nicht ab

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere hundert Flüchtlinge aus den umkämpften Gebieten der Ostukraine sind in Russland eingetroffen. Auf dem Flughafen von Uljanowsk landete ein Flugzeug des russischen Katastrophenschutzes mit Flüchtlingen aus der Gegend von Luhansk. Sie wurden auf Notunterkünfte verteilt. Nach russischen Angaben sind seit Beginn des Konflikts über 730.000 Menschen nach Russland geflohen.

“Die Kämpfe hören nie auf, die Menschen können nie aufatmen. Jenen, die gegangen sind, geht es gut. Wer geblieben ist, kommt aber nicht mehr raus. Sie haben kein Gas, keinen Strom, wenig Lebensmittel. Meine Mutter ist zurückgeblieben und wir versuchen sie telefonisch zu erreichen. Aber es gibt kaum noch Telefonverbindungen. Sie halten durch. Sie sind im Keller. Ich komme aus Luhansk, als ich floh wurde dort gekämpft”, berichtet Julia Maliga.

Bei den Gefechten in der Ostukraine sind erneut mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Drei Menschen starben bei einem Artillerieangriff auf einen Markt und einen Wohnblock in der von Separatisten gehaltenen Stadt Jassynuwata. An dem bedeutenden Eisenbahnknoten 12 Kilometer nordöstlich von Donezk verläuft die Front zwischen prorussischen Separatisten und den ukrainischen Regierungstruppen.

Die militante Bewegung Rechter Sektor teilte zudem in Kiew mit, dass zwölf ihrer Anhänger bei Kämpfen im Krisengebiet getötet worden seien.