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Streit um Hilfskonvoi: "Zynismus Russlands ist grenzenlos"

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Streit um Hilfskonvoi: "Zynismus Russlands ist grenzenlos"

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Der Streit um russische Hilfslieferungen für die umkämpfte Ostukraine spitzt sich kurz vor Ankunft des Konvois an der Grenze zu.

Die Regierung in Kiew bekräftigte: Nur unter Federführung des Internationalen
Komitees vom Roten Kreuz werde der Konvoi ins Land gelassen, sagte Ministerpräsident Arseniy Jazenjuk.

Die rund 280 Lkw werden an einem Grenzübergang bei
der Großstadt Charkiw nördlich des Krisengebiets erwartet.

Arseniy Jazenjuk:

“Der Zynismus Russlands ist grenzenlos. Erst schicken die Russen Panzer, Raketenabschusssysteme, Terroristen, Banditen, die Ukrainer umbringen. Anschließend senden sie Brot und Salz.”

Die Führung in Kiew
befürchtet zudem, dass Moskau unter dem Deckmantel einer Hilfsaktion Waffen für Separatisten einschmuggeln könnte. Moskau nannte den Vorwurf “absurd” und berief sich auf die Einhaltung von Absprachen mit der ukrainischen Regierung.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow:

“Wir haben einen Plan entwickelt. Bei dessen Ausarbeitung haben wir uns nach allen Anforderungen der ukrainischen Seite gerichtet. Dazu gehört auch die von Kiew vorgeschlagene Streckenführung, die wir einhalten. Auch, wenn es ein sehr langer Umweg ist.”

Die Lastwagen haben nach Lawrows Angaben fast 2000 Tonnen Hilfsgüter geladen. Diese bestünden überwiegend aus Nahrungsmitteln sowie Medikamenten, Schlafsäcken und Stromgeneratoren.

Der Transport sollte an diesem Donnerstag in Luhansk
ankommen. In der Großstadt sind rund 250 000 Einwohner seit elf Tagen ohne Versorgung.