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UN warnt: Tausende Flüchtlinge im Nordirak unmittelbar von Massakern durch IS bedroht

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UN warnt: Tausende Flüchtlinge im Nordirak unmittelbar von Massakern durch IS bedroht

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Die Situation der vor der Terrormiliz Islamischer Staat geflohenen Jesiden ist weiterhin dramatisch. Neben der Bedrohung durch Hunger, Durst und Hitze seien Tausende Angehörige der religiösen Minderheit der unmittelbaren Gefahr von Massakern durch IS ausgesetzt, so die UN. Es wurde vor einem möglichen Völkermord gewarnt.

Unterdessen ist ein Hubschrauber abgestürzt, der Hilfsgüter ins Sindschargebirge transportieren sollte. Ursache soll ein technischer Defekt gewesen sein. Der Pilot starb. 20 Insassen wurden verletzte, darunter eine jesidische Abgeordnete des irakischen Parlaments, die vor Tagen verzweifelt auf die Situation der Minderheit aufmerksam machte. Einer der verletzten Insassen ist eine Journalistin der "New York Times".

Der UN zufolge sind 20.000 bis 30.000 Menschen weiterhin im Sindschargebirge gefangen. Tausenden soll die Flucht in den kurdischen Teil des Iraks gelungen sein.

Die Europäische Kommission erklärte, weitere fünf Millionen Euro an zusätzlicher Hilfe für die Flüchtlinge bereitzustellen. Allein in der vergangenen Woche waren laut UN etwa 200.000 Menschen vor den Terroristen geflohen. Auch Christen droht in von IS beherrschten Gebieten im Nordirak der Tod. Sie flohen größtenteils in die autonomen Kurdengebiete.