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USA schicken weitere Militärberater in den Nordirak

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USA schicken weitere Militärberater in den Nordirak

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Nach einem Selbstmordanschlag in der Nähe der Wohnung des designierten irakischen Ministerpräsidenten Haidar al-Abadi hat sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt Bagdad verschärft.

Nach Polizeiangaben hatte der Attentäter den Sprengsatz in einer Zufahrt zum Haus des Politikers gezündet. Die Fassade wurde stark beschädigt. Eine Anwohnerin ist empört: “Was haben wir denn getan? Sie zerstören Läden und Gebäude. Was haben diese Unschuldigen denn getan?”

Al-Abadi soll Ministerpräsident Nuri al-Maliki im Amt nachfolgen. Der schiitische Politiker ist jetzt mit der Regierungsbildung beauftragt.

Unterdessen haben die USA weitere Soldaten in den Irak entsandt.Nach Angaben des Weißen Hauses sind sie bereits am Dienstag dort eingetroffen, so US-Verteidigungsminister Chuck Hagel am Mittwoch auf einer kalifornischen Militärbasis: “Ich habe dem Präsidenten geraten, weitere 130 Berater in den Nordirak, in die Nähe von Erbil, zu schicken. Der Präsident hat dem zugestimmt.”

Die Berater sollen in der Atonomen Region Kurdistan zum Schutz der jesidischen Minderheit im Land beitragen.

Kurdische Militärs haben unterdessen nach ausländischen Waffen verlangt, um islamistische Milizen zu bekämpfen. Diese greifen mit amerikanischen Waffen an, die sie zuvor von der irakischen Armee erbeutet hatten.