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Verstorbener Missionar: Erstes europäisches Ebola-Opfer in Spanien beigesetzt

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Verstorbener Missionar: Erstes europäisches Ebola-Opfer in Spanien beigesetzt

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Er ist das erste europäische Opfer des Ebola-Ausbruchs in Westafrika. In Madrid gedachten hunderte Menschen in einer Messe des am Dienstag verstorbenen Paters Miguel Pajares.

Eine Militärmaschine hatte den erkrankten Missionar Ende vergangener Woche von Liberia nach Spanien gebracht. Die Behandlung mit dem experimentellen Medikament ZMapp blieb aber erfolglos. Wegen der Infektionsgefahr wurde der Verstorbene nun ohne Autopsie eingeäschert und dann beigesetzt.

“Der Vorfall hat gezeigt, dass wir ein Warnsystem haben, das perfekt funktioniert und dass wir Protokolle haben, die vorschriftsmäßig angewendet werden”, so die spanische Gesundheitsministerin Ana Mato. “Unglücklicherweise ist der Ausgang tragisch, weil die Medikamente, die wir nach Spanien geholt haben, nicht funktioniert haben.”

Die betroffenen Länder in Westafrika ergriffen unterdessen weitere Maßnahmen, um der Ausbreitung des Virus Einhalt zu gebieten.

Viele Grenzen sind bereits geschlossen. Die Elfenbeinküste, das regionale Wirtschaftszentrum, verhängte nun auch ein Einreiseverbot per Flugzeug für Reisende aus Guinea, Sierra Leone und Liberia.

Das deutsche Auswärtige Amt ruft alle reisenden Deutschen mit Ausnahme des diplomatischen und medizinischen Personals inzwischen auf, diese Länder aufgrund der Infenktionsgefahr zu verlassen.

In den drei Ländern an der Südwestküste Afrikas war ein Großteil der bislang rund 1000 Opfer des Ebola-Ausbruches zu beklagen.