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Zugunglück in der Schweiz: Passagiere berichten von Glück im Unglück

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Zugunglück in der Schweiz: Passagiere berichten von Glück im Unglück

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Die Bilder sind dramatisch: Einer der drei durch einen Erdrutsch entgleisten Waggons des verunglückten Schweizer Zuges wurde bei seinem Sturz Richtung Steilhang von Bäumen aufgehalten. Ein anderer hing über dem Hang auf der malerischen Strecke von St. Moritz nach Chur. Doch viele Passagiere berichten nach dem ersten Schock von Glück im Unglück. Laut Kantonspolizei schwebt keiner der elf Verletzten in Lebensgefahr, fünf Personen sind schwer, sechs leicht verletzt. Taucher gaben Entwarnung: In dem unter der Unglücksstelle gelegenen Stausee fanden sie keine Opfer. Die Evakuierung der Passagiere verlief offenbar geordnet.

Max Lienert war einer der 140 Zuginsassen: “Wir liefen zum Waggonende, öffneten die Tür und mussten dann aus dem Waggon rausklettern, auf die Gleise”, berichtete er. “Da haben wir gesehen, dass der Waggon zwischen der Lokomotive und unserem Waggon fehlte und da unten liegt.”

“Es gab einen Knall, Koffer fielen runter, die Leute vor mir stürzten hin”, so ein weiterer Passagier. “Dann hat der Zug im richtigen Moment gehalten. Wenn er drei, vier Meter weiter gefahren wäre, wäre unser Waggon auch heruntergestürzt.”

Der Zug war gegen 13 Uhr nahe Tiefencastel vor einem Tunnel auf die Mure aufgefahren. Heftiger Regen hatte den Erdrutsch ausgelöst. Die Strecke wurde für drei Tage gesperrt.