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Ebola wütet weiter - Berlin ruft Deutsche aus Guinea, Sierra Leone und Liberia zurück

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Ebola wütet weiter - Berlin ruft Deutsche aus Guinea, Sierra Leone und Liberia zurück

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Guinea, eines von vier westafrikanischen Ländern mit Ebola-Kranken betroffen, hat den “nationalen Gesundheitsnotstand” erklärt. Das bedeutet unter anderem: Eingeschränkte Bewegungsfreiheit, etwa an der Grenze zu Sierra Leone, mehr Gesundheitskontrollen an den Checkpoints, Verbot von Leichentransporten bis zum Ende der Epidemie.

Die von Ebola betroffenen Länder haben inzwischen fast 2.000 Fälle an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet. Das Auswärtige Amt in Berlin hat deutsche Staatsbürger zur Ausreise aus den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone und Liberia aufgefordert – mit Ausnahme des medizinischen Personals. In Nigeria stehen nach drei Todesfällen mehr als 100 Menschen unter Beobachtung.

Nachdem die WHO den Einsatz kaum erprobter Medikamente als ethisch vertretbar eingestuft hat, wird der US-Hersteller Mapp Biopharmaceutical bestürmt, von seinen knappen Vorräten des Ebola-Mittels “ZMapp” zu liefern.

Nigeria hat eine Anfrage an die
US-Gesundheitsbehörde (CDC) geschickt, aber noch keine Antwort.

Liberia hatte am Montag eine Zusage aus den USA erhalten, zwei infizierte Ärzte behandeln zu können.

Es werde Monate dauern, die Produktion hochzufahren, so US-Medienberichte ( CNN).
Mit dem bisher nur an Affen getesteten Mittel “ZMapp” waren zwei US-Helfer und ein inzwischen verstorbener Spanier behandelt worden.

Währenddessen suchen die Golfstaaten nach Möglichkeiten, die Epidemie von der jährlichen Pilgerfahrt nach Mekka, Saudi-Arabien fernzuhalten – sie beginnt Anfang Oktober.

su mit dpa, AFP

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