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Flüchtlingsströme im Irak reißen nicht ab

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Flüchtlingsströme im Irak reißen nicht ab

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Angesichts der dramatischen Lage im Irak beteiligen sich immer mehr Länder an Hilfsflügen in die Region. Deutschland beginnt mit seiner Unterstützung an diesem Freitag. Rund 80.000 Jesiden konnten bisher aus dem kargen Sindschar-Gebirge vor der dschihadistischen Miliz fliehen. Noch rund 1000 Menschen sind laut der UNO noch eingeschlossen.

Wegen der Flüchtlingsströme riefen die Vereinten Nationen für den Irak die höchste Notstandstufe aus, erklärte ein Mitarbeiter. Mit der Stufe 3 würden zusätzliche Hilfsgüter und Geldmittel mobilisiert. Die Flüchtlinge sind in Notunterkünften untergebracht. Bei den meisten handelt es sich vor allem um Jesiden, Angehörige einer religiösen Minderheit.

An der Versorgung der Flüchtlinge beteiligt sich auch Großbritannien. Premierminister David Cameron unterstrich: Es scheine, als ob es eine gute Nachricht von dort gebe: Ein Erkundungstrupp der Amerikaner habe berichtet, dass sich im Gebirge weniger Jesiden verstecken, als erwartet. Die britischen Hilfslieferungen hätten auch geholfen und die Menschen erreicht.

Hilfslieferungen und Luftschläge gegen Stützpunkte der Miliz stehen auch in den kommenden Tagen auf dem Programm. US-Präsident Barack Obama lobte die Militäreinsätze. Dem US-Militär sei es zu verdanken, dass die Belagerung des Gebirges durch Dschihadisten gebrochen worden sei. “Wir erwarten nicht, dass es eine zusätzliche Mission auf dem Berg geben wird. Außerdem ist es eher unwahrscheinlich, dass wir Versorgungen aus der Luft dort weiter brauchen werden.”

Rund 7.000 Jesiden harren in einem Flüchtlingslager in Zakho, in der kurdischen Autonomieregion aus. Viele von ihnen liefen 12 Stunden lang, ohne Wasser und Nahrung, um das Camp zu erreichen.