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Ukraine: Kämpfe werden härter - Rebellenchefs treten ab

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Ukraine: Kämpfe werden härter - Rebellenchefs treten ab

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Die Kämpfe zwischen den ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten werden härter. Das ukrainische Militär bombardierte die Großstadt Donezk, erstmals schlugen dort auch Granaten im Zentrum ein.Mindestens zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

Die Regierungstruppen eroberten zudem Novosvitlivka. Der Ort liegt an der Straße, die der russische Hilfskonvoi voraussichtlich passieren wird.

Unterdessen trat der Verteidigungsminister der selbst ernannten Volksrepublik Donezk, Igor Strelkow, zurück. Ebenfalls am Donnerstag räumte Waleri Bolotow, Rebellen-Chef in der Region Luhansk, seinen Posten. Er erklärte, dass er seine Funktion aufgrund einer Verletzung nicht mehr ausfüllen könne.

Vor einer Woche war Alexander Borodai als Regierungschef der Volksrepublik Donezk zurückgetreten.

Das ukrainische Parlament hat derweil ein Sanktionspaket gegen Russland in letzter Lesung verabschiedet. Die von Regierungschef Arseni Jazenjuk vorgelegte Liste umfasst 65 Firmen und 172 Einzelpersonen.

Jazenjuk erklärte: “Im Falle einer Bedrohung der nationalen Sicherheit der Ukraine hat der Staatschef das Recht, in Absprache mit dem Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrat, bestimmte Sanktionen zu verhängen, ähnlich, wie sie von unseren westlichen Partnern, der EU, den USA und den G7 verhängt werden.”

Die Regierung will die Liste mit Namen aber vorerst nicht veröffentlichen. Daher ist unklar, ob auch der Energieriese Gazprom betroffen ist. Dies könnte einen Stopp russischer Öl- und Gaslieferungen nach Westeuropa durch die Ukraine zur Folge haben.