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USA: Vorerst kein Militäreinsatz für Jesiden

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USA: Vorerst kein Militäreinsatz für Jesiden

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In den USA gilt ein amerikanischer Militäreinsatz zur Rettung irakischer Flüchtlinge aus dem Sindschar als derzeit eher unwahrscheinlich.

Ein Erkundungstrupp hätte berichtet, dass sich dort wesentlich weniger Jesiden vor den Islamisten-Milizen verstecken als angenommen, so das Verteidigungsministerium in Washington. Zuletzt war von bis zu 30.000 Flüchtlingen die Rede gewesen.

Der Bergzug Sindschar im Nordosten des Irak ist uraltes Kultur- und Weideland – größtenteils trocken und verkarstet. Die Angehörigen der religiösen Minderheit harren dort seit Tagen bei Temperaturen über 40 Grad aus und werden notdürftig aus der Luft versorgt.

Die Jesiden fliehen vor den Kämpfern der Gruppe Islamischer Staat (IS), die sie mit dem Tod bedrohen.

Die USA hatten rund 130 Militärberater in die nahe gelegene Kurdenregion verlegt, auch um den Flüchtlingen zu helfen. Im Gespräch war etwa eine Luftbrücke, aber auch den Einsatz von Bodentruppen für eine Rettungsaktion über Geländekorridore galt als möglich.

Einen neuen Kampfeinsatz bewaffneter Bodentruppen nach dem Abzug aus dem Irak vor drei Jahren hatte Präsident Barack Obama allerdings mehrfach ausgeschlossen.

su mit Reuters, dpa