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Waffenruhe in Gaza hält

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Waffenruhe in Gaza hält

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Der in der Nacht verlängerte Waffenstillstand im Gaza-Streifen ist weitestgehend eingehalten worden. Die Konfliktparteien hatten sich in der Nacht bei ihren Verhandlungen in Kairo erst kurz vor Ablauf der Waffenruhe auf eine Verlängerung verständigen können. Nach Medienberichten hatten die ägyptischen Vermittler intensiven Druck auf die Palästinenser ausgeübt.

“Wir haben uns im allerletzten Moment auf eine Verlängerung des Waffenstillstandes für weitere fünf Tage geeinigt. Er beginnt um Mitternacht und endet am Montag. Statt 72 Stunden werden es 120 Stunden”, teilte der palästinensische Unterhändler Azzam Ahmed mit.

Auf einen palästinensischen Raketenabschuss reagierte Israel in der Nacht mit einem Artillerieangriff. Seither hält die Vereinbarung aber. Die Hamas distanzierte sich von dem Raketenangriff.

“Israel hat die Verlängerung des Waffenstillstandes akzeptiert. Wir waren immer bereit zu einer bedingungslosen Verlängerung des Waffenstillstandes. Das Problem war immer die Hamas. Sie haben zehn spezifische Waffenstillstandsangebote verletzt oder abgelehnt, auch gestern Nacht wieder”, kommentierte der israelische Regierungssprecher Mark Regev.

Während des Waffenstillstandes sollen die Verhandlungen für eine dauerhafte Waffenruhe fortgesetzt werden. Die Palästinenser verlangen eine Aufhebung der Blockade des Gazastreifens durch Israel und Ägypten.

Seit Beginn der israelischen Militäroperation im Gazastreifen wurden mehr als 1950 Palästinenser, meistens Zivilisten, Frauen und Kinder getötet. Auf israelischer Seite fielen 64 Soldaten, drei israelische Zivilisten wurden bei Raketenangriffen getötet. Über 10.000 Palästinenser wurden verletzt.