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Iraks designierter Ministerpräsident verspricht Zusammenarbeit

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Nach seinem Sieg im Machtkampf mit dem scheidenden irakischen Regierungschef Nuri al-Makliki hat der designierte irakische Ministerpräsident Haider al-Abadi versprochen, auf alle Bevölkerungsgruppen im Irak zuzugehen. Im Internet erklärte al-Abadi, er werde keine unrealistischen Versprechen machen.

Großajatollah Ali-al-Sistani, Iraks höchster schiitischer Geistlicher, stellte sich hinter al-Abadi. Während des Freitagsgebets in Kerbela verlas sein Sprecher Ahmed al-Safi einen Aufruf zur Zusammenarbeit mit al-Abadi. Nötig sei eine starke irakische Regierung, die frühere Fehler korrigiere, Korruption bekämpfe und für Sicherheit und Ordnung sorge.

Ähnlich sehen dies politische Analysten. Nach acht Jahren im Amt hat Maliki einen tief gespaltenen Irak zurückgelassen, der vor dem Zerfall als Staat steht. “Der neue Ministerpräsident hat zwei Hauptaufgaben: erstens der Kampf gegen den Terrorismus, zweitens der Kampf gegen die Korruption, die in der Regierung herrscht”, meint der politische Analyst Kareem Hassan Jabr.

Al-Abadi kann auch international mit breiter Unterstützung rechnen. Sowohl die USA als auch der Iran haben seine Nominierung begrüßt.