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Operation Dragoner - die unbekannte Invasion

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Operation Dragoner - die unbekannte Invasion

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Sommer 1944. Zwei Monate nach der Landung in der Normandie starten die Westalliierten eine andere wichtige Invasion, diesmal an der Südostküste Frankreichs. Operation Dragoon, Dragoner, beginnt am 15 August.

Die Truppen wollen zwischen Bormes und Saint-Raphael landen, um dem Feuer der Deutschen zu entgehen, die sich in Toulon verschanzt haben.

5000 Fallschirmjäger sollen sich nach der Landung das Rhone-Tal hinaufschlagen und sich im Landesinnern mit den Truppen der Operation Overlord zusammenschließen. Sie waren in der Normandie gelandet. Vorher sollen noch die Tiefseehäfen Toulon und Marseille erobert werden.

Nach dem Lufteinsatz der Männer der Task Force Rugby landen 50.000 Soldaten mit Schiffen an den Küsten des Departement Var. Nachts folgen die Männer der Divisionen Rosie und Romeo, sie sollen den Deutschen den Nachschub abschneiden. Die Amerikaner der Division Skita haben den Befehl, die Geschütze auf den Inseln Hyères zu zerstören. Drei US-Divisionen unter General Truscott bilden die Angrifstruppen Alpha, Delta und Camel.

Eine imposante Flotte Hunderter amerikanischer und britischer Schiffe erreicht die Südküste Frankreichs von Nordafrika, Korsika und Süditalien aus. Ihnen stehen 250.000 deutsche Soldaten der 19. Armee gegenüber, die die provenzalische Küste halten sollen. Doch sie werden es nicht schaffen. Am Abend des 15. August sind bereits 100.000 alliierte Soldaten gelandet .
Trotz einiger Gegenschläge ist der Vormarsch der Alliierten nicht zu stoppen. Bald ist Aix-en-Provence befreit, danach Salon, Arles und auch die alte Papststadt Avignon.

Schließlich kapitulieren die Deutschen. Unter der Führung von General de Lattre de Tassigny erobert die französische B-Armee Toulon und Marseille zurück. Innerhalb von 14 Tagen ist der Süden Frankreichs befreit. Die Soldaten werden in den Straßen gefeiert. Die Bewohner von Marseille und vieler anderer Städte dürften das bis heute nicht vergessen haben.