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Papst Franziskus warnt vor Materialismus in Südkorea

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Papst Franziskus warnt vor Materialismus in Südkorea

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Am zweiten Tag seines fünftägigen Besuchs in Südkorea hat Papst Franziskus im Weltcup-Stadion des Landes eine Messe vor 50.000 Besuchern abgehalten. Die Messe stand auch im Zeichen der 300 Opfer des Fährunglücks vom vergangenen April. Auch mit Angehörigen der Opfer kam Franziskus zusammen.

Es ist der erste Besuch des Papstes in Asien. Statt wie bisher auf Italienisch oder Spanisch hielt Franziskus seine Predigt der Verständlichkeit halber auf Englisch – zum ersten Mal überhaupt.

Dabei sprach er auch von den Gefahren des Materialismus. Südkorea gilt als eines der reichsten Länder Asiens, kämpft aber mit hoher sozialer Ungleichheit und grassierender Altersarmut.

Schon vor der Messe hatte Franziskus in einer Rede eine Annäherung zwischen Nord- und Südkorea gefordert. Friede verlange Vergebung, Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt, so der Papst. Nordkorea hatte kurz vor der Ankunft des Papstes demonstrantiv mehrere Raketentests durchgeführt.

Die katholische Gemeinde Südkoreas wächst rasant. Jedes Jahr kommen etwa 100.000 neue Gläubige hinzu, inzwischen sind elf Prozent der Südkoreaner Katholiken.