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Wegen Ebola: Viertel in Conakry zwangsgeräumt und niedergerissen

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Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie haben die Behörden in Guinea ein Slum in der Hauptstadt Conakry zwangsräumen und niederreißen lassen. So soll der Verbreitung der gefährlichen Krankheit Einhalt geboten werden. Regierungsvertreterin Bangoura M’Makhady Camara war während der Räumung vor Ort und sagte, das Viertel im Bezirk Kaloum sei ohnehin eine Schande gewesen und habe nun zusätzlich noch eine gesundheitliche Bedrohung wegen Ebola dargestellt.

Viele Menschen sind jetzt allerdings ohne Obdach. Ein Mann sagt: “Was tun sie uns an? Sie können uns doch nicht einfach rauswerfen. All das wegen Ebola? Lieber soll uns Ebola umbringen als dass sie uns von hier vertreiben.”

Guinea ist das Land, in dem die Ebola-Epidemie im März zuerst registriert wurde. Mittlerweile hat sie sich ausgebreitet und in den westafrikanischen Ländern Guinea, Sierra Leone, Liberia und Nigeria bereits mehr als 1000 Menschenleben gefordert, vermutet wird, dass die Zahl sogar bei mehr als 2000 Toten liegt. Die Weltgesundheitsorganisation WHO warnte davor, die Ebola-Epidemie zu unterschätzen. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass weit mehr Menschen der Epidemie zum Opfer fielen als bisher geschätzt.

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