Eilmeldung

Eilmeldung

Machtprobe in Islamabad

Sie lesen gerade:

Machtprobe in Islamabad

Schriftgrösse Aa Aa

Nach etwa 34 Stunden Protestzug von Lahore sind tausende, manche sagen, zehntausende Regierungsgegner in der etwa 270 Kilometer entfernten pakistanischen Hauptstadt Islamabad angekommen. Tausende Polizisten und Soldaten empfingen sie – unterwegs waren Gegner und Anhänger der Regierung aufeinander losgegangen.

Auch ein weiterer Protestmarsch aus Lahore, mit dem pakistanisch-kanadischen Kleriker Tahir al-Kadri, konnte ungestört in die Hauptstadt einziehen.

Imran Khan, früher Kricketstar und Oppositionspolitiker, will so Ministerpräsident Nawaz Sharif aushebeln. Die Regierungsgegner werfen ihm Wahlbetrug vor. Ein Angebot des Ministerpräsidenten, die
Anschuldigungen wegen Wahlbetrugs zu untersuchen, hatte Khan abgelehnt.

Premier Sharif bezichtigt Teile der mächtigen Armee, die Protestbewegung zu unterstützen. Ziel sei es, die Lage in Pakistan so zu destabilisieren, dass das Militär ein Eingreifen zum Schutz des Staates rechtfertigen könnte.

Khan und al-Kadri wollen so lange in Islambad bleiben, bis ihre Forderungen nach einer neuen Regierung erfüllt werden.

su mit dpa, Reuters