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Nervöses Warten an der russisch-ukrainischen Grenze


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Nervöses Warten an der russisch-ukrainischen Grenze

Der russische Hilfskonvoi aus 280 Lastwagen an der russisch-ukrainischen Grenze bewegt sich nicht – mehrere Dutzend ukrainische Grenzschützer und Zollbeamte überprüfen die LKWs laut Medienberichten seit Freitag vormittag auf russischem Gebiet. Danach solle die Fracht in die von prorussischen Separatisten kontrollierte Stadt Lugansk gebracht werden. Nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen ist Russland bereit, alle notwendigen Unterlagen zu zeigen und die Fracht dem Roten Kreuz auszuhändigen.

Hat ein russischer Militärkonvoi die Grenze vor wenigen Tagen durch ein Schlupfloch überquert, wie britische Reporter (“The Guardian” und “The
Telegraph”) bezeugten? Russland dementiert – das sei eine Grenzkontrolle gewesen. Die ukrainische Armee will den Konvoi größtenteils zerstört haben – auf ihrer Seite. Die rund 250 Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) im Krisengebiet haben sich noch nicht geäußert.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel rief Russlands Präsidenten Wladimir Putin auf, dem Strom von Rüstungsgütern, Militärberatern
und bewaffnetem Personal über die ukrainische Grenze ein Ende zu setzen. Auch die Regierung in Kiew und die Nato hatten Russland vorgeworfen,
heimlich mit einem Militärkonvoi in das Kampfgebiet im Osten der Ukraine vorgedrungen zu sein.

Nach dem Streit um russische Unterstützung für Separatisten in der Ostukraine soll ein ranghohes Außenministertreffen in Berlin Entspannung bringen. Im Krisengebiet zwischen Donezk und Lugansk halten die schweren Kämpfe
zwischen Aufständischen und Regierungstruppen an.

Die Situation der Menschen in den umkämpften Städten wurde nach Angaben der örtlichen Behörden immer dramatischer. Die mehr als
200.000 Einwohner von Lugansk sind seit zwei Wochen ohne Strom und Wasser. In Donezk seien mehr als 40.000 Einwohner ohne Strom, so
der Stadtrat.

su mit dpa

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