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Papst betet mit Jugendlichen für koreanische Wiedervereinigung

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Papst betet mit Jugendlichen für koreanische Wiedervereinigung

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Am zweiten Tag seines Besuchs in Südkorea hat Papst Franziskus jugendliche Koreaner aufgefordert, für eine Wiedervereinigung des seit Ende der 40er Jahre getrennten Nordens und Südens zu beten.

Der Besuch des Oberhaupts der katholischen Kirche beim sechsten Asiatische Jugendtag ist der offizielle Anlass der Reise – und der erste Besuch eines Papstes in Südkorea seit 25 Jahren.

Es gäbe zwei Koreas – aber eigentlich nur eines, das gespalten sei, sagte Franziskus auf die Frage einer Jugendlichen hin und wich von seiner Rede ab. Zuerst sprach Franziskus frei auf Englisch, dann bat er einen anwesenden Priester zu übersetzen und fuhr auf Italienisch fort.

Familien seien entzweit und der Schmerz groß, so der Papst. Er bat um göttliche Hilfe, die Trennung zu überwinden und forderte die Jugendlichen auf, dafür zu beten.

Am Solmoe-Schrein, dem Geburtsort des ersten katholischen Prieser des Landes und dem jetzigen Veranstaltungsort des Jugendtages, kam Franziskus dann erneut mit Angehörigen von Opfern des Sewol-Fährunglücks im April zusammen.

Die katholische Gemeinde Südkoreas wächst. Jedes Jahr kommen etwa 100.000 neue Gläubige hinzu, inzwischen ist etwa jeder zehnte Südkoreaner Katholik.

Nordkorea hatte mit Hinweis auf ein südkoreanisch-amerikanisches Militärmanöver am selben Tag die Erlaubnis für eine Teilnahme nordkoreanischer jugendlicher Katholiken am Asiatischen Jugendtag verweigert.