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Rotes Kreuz nimmt ukrainische Hilfsgüter für Luhansk entgegen

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Rotes Kreuz nimmt ukrainische Hilfsgüter für Luhansk entgegen

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Ein ukrainischer Hilfskonvoi hat am Freitag Wasser und Lebensmittel in die umkämpfte ostukrainische Region Luhansk gebracht. In Lyssytschansk, einer etwa 10 Kilometer von Luhansk entfernten und von der ukrainischen Armee kontrollierten Stadt, wurden die Güter entladen. Von dort aus soll das Rote Kreuz sie in den kommenden Tagen in Luhansk verteilen.

“Wir sind das Rote Kreuz, Ich glaube nicht, dass irgendjemand versuchen wird zu verhindern, dass die Güter hineintransportiert werden”, so Ljudmila Scherbak, Chefin der Gesellschaft des Roten Kreuzes in Severodonetsk. “Das geht, und wir werden zuerst denen helfen, die es wirklich nötig haben.”

Unterdessen wartet der russische Konvoi nahe der ukrainischen Grenze auf eine Inspektion. Ein Kontingent ukrainischer Grenzbeamter soll die Hilfsgüter in Augenschein nehmen, zusammen mit dem Roten Kreuz, das aber offenbar immer noch auf eine Frachtaufstellung wartet. Mehrere internationale Journalisten, die selbst einen Blick hineinwerfen durften, fanden keine bedenklichen Güter, stießen aber auf einige fast leere LKW.

Für Verstimmung sorgt beim Roten Kreuz und der ukrainischen Regierung auch die große Zahl russischer Militärfahrzeuge in der Nähe des Konvois. Das Misstrauen in Kiew ist groß, die ukrainische Parlamentarierin und Präsidentenberaterin Irina Geraschenko sagte, Kiew habe die Russische Föderation weder um Unterstützung bei der Versorgung, noch um Wachen gebeten.

Russland hat das Militäraufgebot entlang der Grenze zu den von Separatisten gehaltenen ostukrainischen Regionen unterdessen weiter verstärkt, in der Region trafen erneut mehrere Fahrzeugkollonnen ein.