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Traumatisierte Kinder in Gaza: "Nachts fange ich an zu schreien"

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Traumatisierte Kinder in Gaza: "Nachts fange ich an zu schreien"

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Israels Krieg gegen die Hamas hat im Gazastreifen auch zahlreiche Kinder getroffen. Viele starben und die, die überlebten, haben mit den Folgen des Erfahrenen zu kämpfen. Ihre Wunden sind körperlich, aber auch seelischer Natur.

“Die Kinder leiden an Schlafstörungen. Sie können nur schwer alleine einschlafen, viele haben Albträume und klammern sich an ihre Eltern”, so der Psychologe Hassan Zyada, der selbst sechs Angehörige verloren hat.

Zyada und seine Kollegen versuchen, den Kindern zu helfen. Nicht leicht. Viele der Kleinen haben Angehörige oder Freunde verloren, sind traumatisiert. Die Vereinten Nationen sagen, rund 400.000 Kinder im Gazastreifen benötigten psychologische Betreuung, sei es wegen der israelischen Angriffe oder wegen Hamas-Kämpfern vor der eigenen Haustür. Viele, die ihre Wohnungen verloren haben, leben nun in Schulen der UNO.

Ein Mädchen erzählt: “Nachts sehe ich unser zerstörtes Haus im Traum und beginne zu schreien. Dann wacht meine Mutter auf und sagt, schreie nicht, mach’ dir keine Sorgen.”

Bei dem jüngsten Schlagabtausch zwischen Israel und der Hamas kamen fast 2000 Palästinenser ums Leben, unter ihnen waren vermutlich mehr als 450 Kinder.