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Franziskus feiert Messe mit Jugendlichen in Südkorea

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Franziskus feiert Messe mit Jugendlichen in Südkorea

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Im rund 100 Kilometer von der südkoreanischen Hauptstadt Seoul entfernten Haemi hat Papst Franziskus eine Messe mit Teilnehmern des sechsten Asiatischen Jugendtages gefeiert. Das Treffen der katholischen Jugend Asiens ist der offizielle Anlass für den Besuch des Pontifex in Südkorea. Der Anteil der Katholiken an der südkoreanischen Bevölkerung wird von der Kirche auf 10,4 Prozent geschätzt – ein im Vergleich zu den meisten asiatischen Ländern – abgesehen von den Philippinen – großer Anteil.

Vor rund 100 asiatischen Bischöfen sagte Franziskus, er biete auch den Ländern den Dialog an, die mit dem Heiligen Stuhl keine vollständigen Beziehungen unterhielten, wie etwa China. Neben China habe der Vatikan auch keine diplomatischen Beziehungen zu Nordkorea, Vietnam, Myanmar, Laos, Bhutan und Brunei, sagte Vatikansprecher Federico Lombardi. Der Appell des Papstes richte sich an alle diese Länder.

Der Papst taufte einen Mann, der bei dem schweren Fährunglück im April sein Kind verloren hatte. Lee Ho-Jin erhielt auf seinen Wunsch hin den Taufnamen Francis – nach Papst Franziskus. Die Taufe hatte in der Botschaft des Vatikans in Seoul stattgefunden, bevor Franziskus nach Haemi aufgebrochen war. Die katholische Kirche ist auch in der Zeit rasanten wirtschaftlichen Aufschwungs des Landes in den vergangenen Jahrzehnten stark gewachsen. Dabei brachte ihr auch der Einsatz für die Demokratisierung während der Zeit der Militärdiktaturen viel Respekt ein.

Zum Abschluss seines ersten Besuchs als Papst in Asien will Franziskus am Montag in der Myongdong-Kathedrale in Seoul eine Messe feiern. Sie soll im Zeichen der Aussöhnung und des Friedens auf der koreanischen Halbinsel stehen.