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Irak: Kurden starten Offensive auf Mossul-Damm

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Irak: Kurden starten Offensive auf Mossul-Damm

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Kurdische Peschmerga-Einheiten haben im Nordirak eine neue Offensive gegen den Islamischen Staat begonnen. Unterstützt durch Luftangriffe der US-Streitkräfte versuchen die Kurden dem IS den strategisch wichtigen Mossul-Staudamm wieder zu entreißen, von wo aus weite Teile des Nordirak mit Strom versorgt werden.

Kurz zuvor erneuerten die Kurden ihre Forderung nach Waffenlieferungen. Man sei den IS-Kämpfern oft unterlegen. “Der Unterschied zu anderen Konflikten ist, dass diese Terroristen große Mengen an modernen Waffen von der irakischen Armee erbeutet haben. Das sind amerikanische Waffen. Unsere sind alt”, so ein Kommandant.

Masoud Barzani, der Präsident der autonomen irakischen Region Kurdistan, sagte am Freitag mit Blick auf Deutschland, um die vom IS bedrohte Bevölkerung im Nordirak zu unterstützen, bräuchten die Kurden mehr als humanitären Hilfslieferungen. Nötig seien vor allem Waffen zur Panzerabwehr und Training.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier blieb während seines Besuchs im Nordirak zurückhalten. Man werde die kurdische Anfrage prüfen so Steinmeier.

Zwar haben die EU-Außenminister grünes Licht für Waffenlieferungen gegeben. In der deutschen Koalition sind sie aber hochumstritten. Einig ist man sich bisher nur bei sogenanntem nicht-tödlichem Gerät.

Waffenlieferungen nach Kurdistan kommen bisher aus den USA und Frankreich. Großbritannien beteiligt sich an deren Transport.