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Südkorea: Papst in Eile, Nonnen vergeben's

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Südkorea: Papst in Eile, Nonnen vergeben's

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Eile ist normalerweise nicht geboten. Jeden Morgen steht Franziskus um 4.30 Uhr auf, so heißt es, damit genügend Zeit fürs Gebet bleibt.

Doch in Südkorea hatte er am Samstag Verspätung. Nach einer Messe vor Hunderttausenen in Seoul und dem Besuch eines Behindertenheims musste der Papst bei hereinbrechender Dunkelheit vor 5000 Nonnen mit Charme improvisieren.

“Guten Abend. Es gibt ein kleines Problem”, sagte Franziskus. “Wir können die Vesper nicht gemeinsam beten, weil wir ein Problem mit dem Timing des Abflugs meines Hubschraubers haben. Und wenn wir nicht bis zu einem gewissen Zeitpunkt abheben, dann laufen wir Gefahr, in einen Berg zu krachen.”

Die Nonnen ließen sich lachend erweichen. Nach Angaben eines Vatikansprechers gab es für die Verspätung auch einen guten Grund: Franziskus habe beim vorangegangen Besuch in der Gemeinde Kkottognae außerplanmäßig 60 Kinder gesegnet und Bedürftigen päpstliche Umarmungen spendiert.

Hauptanlass des fünftägigen Besuchs des Papstes in Südkorea ist der sechste Asiatische Jugendtag, an dem tausende junge Katholiken aus dem asiatisch-pazifischen Raum teilnehmen.