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Berliner Krisentreffen zur Ukraine ohne greifbare Ergebnisse

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Berliner Krisentreffen zur Ukraine ohne greifbare Ergebnisse

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Ein weiteres Krisentreffen zur Lage in der Ukraine ist ohne greifbare Ergebnisse zu
Ende gegangen.

In Berlin hatten sich die Außenminister der Ukraine und Russlands sowie Frankreichs und Deutschlands getroffen. Sie kamen in der Villa Borsig zusammen, dem Gästehaus des Außenministeriums am Tegeler See.

Gastgeber Frank-Walter Steinmeier sprach nach dem fünfstündigen Gespräch von einem schwierigen Treffen, aber auch von Fortschritten in einzelnen Punkten.

Der ukrainische Außenminister Pawlo Klimkin teilte dagegen mit: “Um
Fortschritte zu erzielen, muss man sich wohl noch viele Male für fünf Stunden treffen.” Es seien “schwierigste Gespräche” gewesen.

Die Minister wollen jetzt mit ihren Staats- und Regierungschefs über das Berliner Treffen sprechen. Bis morgen soll klar sein, ob es weitere Gespräche dieser Gruppe geben wird.

In Donezk und Lugansk, den Hochburgen der Aufständischen, gehen die Kämpfe mit der Armee weiter.

Die Armee feuert Geschütze ab, zielt dabei aber nach eigenen Angaben nicht auf Wohngebiete. Reporter berichten jedoch von Treffern auf Wohngebäude, von Toten und Verletzten.

In der Nähe des ukrainischen Krasnodon wurden Aufständische mit Militärfahrzeugen russischer oder sowjetischer Bauart gesehen, darunter Schützenpanzer und Fahrzeuge mit Fliegerabwehrraketen, dem System Strela-10.

Die Gegend liegt gleich an der russischen Grenze, unweit auch von Lugansk.

Woher diese Fahrzeuge und Waffen stammen, ist unbekannt. Die Ukraine beklagt, ständig würden Kämpfer und Kriegsgerät aus Russland über die Grenze gelangen, um die Aufständischen zu unterstützen.

Die Aufständischen bestätigen auch selbst, sie bekämen Militärunterstützung aus Russland.

Dreißig Panzer, weitere Panzerfahrzeuge sowie zwölfhundert auf russischem Gebiet ausgebildete Kämpfer würden zur Verstärkung kommen, verkündete Andrej Sachartschenko, ihr Anführer in Donezk.

Die russische Führung bestreitet aber eine direkte Beteiligung am Konflikt in der Ostukraine.