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Irak: Extremisten verlieren Kontrolle über Mossul-Damm


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Irak: Extremisten verlieren Kontrolle über Mossul-Damm

Im Nordirak haben kurdische Soldaten wichtige Erfolge im Kampf gegen die Miliz Islamischer Staat (IS) erzielt. Mithilfe von Kampfjet- und Drohnenangriffen der US-Luftwaffe konnten sie den strategisch wichtigen Mossul-Damm wieder vollständig unter Kontrolle bringen. IS-Extremisten hatten die für die Trinkwasserversorgung und Stromerzeugung bedeutende Talsperre Anfang August eingenommen. Allerdings gilt das in den 1980er Jahren errichtete Bauwerk als akut einsturzgefährdet. Fachleute mahnen seit Jahren eine Sanierung an. Sollte der Damm brechen, droht
dem Irak eine Flutkatastrophe.

Dutzende Dschihadisten sollen bei den Kämpfen getötet worden sein. Der irakische Politiker Husain al-Schahristani rief die Minderheiten im Nordirak dennoch dazu auf, das Land nicht zu verlassen: “Diese Menschen sind wichtig für den Irak, ohne sie ist unser Land nicht vollständig. Sie sind ein Bestandteil des irakischen Volks.”

Im deutschen Tönisvorst bereitet eine Hilfsorganisation unterdessen Medikamente vor, die zur Unterstützung der Flüchtlinge in den Nordirak gesendet werden sollen. Rund 600.000 Menschen sind vor den Kämpfen in die Autonome Region Kurdistan im Norden des Landes geflüchtet.

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