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Liberia: Entflohene Ebola-Patienten aufgegriffen

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Liberia: Entflohene Ebola-Patienten aufgegriffen

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In Liberia sind die 17 aus einer Isolierstation geflohenen Ebola-Patienten aufgegriffen und in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Monrovia gebracht worden. Die Quarantänestation war von Bewohnern des Viertels mit Steinen beworfen worden. In dem darauffolgenden Chaos waren die 17 Kranken weggelaufen.

Unterdessen gibt es Anzeichen, dass das experimentelle Medikament Zmap den wenigen Patienten, die es erhalten, hilft. Es wird in den Labors der Zigarettenfirma Reynolds in Kentucky hergestellt, die kleine Pharmafirma Mapp Biopharmaceutical Inc. hat es entwickelt und dabei eng mit der Universität Arizona zusammengearbeitet. Professor Charles Arntzen hatte im Jahr 2002 mit der Entwicklung eines Ebola-Medikaments begonnen. Er erklärt: “Vereinfacht gesagt: Für das Medikament ZMapp nehmen wir drei Anti-Körper, die in Tabakpflanzen produziert werden, wir zermahlen die Tabakpflanze und reinigen die Antikörpern, damit sie denen des menschlichen Serum ähneln.”

ZMapp wurde bisher nur an Mäusen und Affen getestet. Auch ist sie Firma momentan nicht in der Lage, das Medikament in großen Mengen zu produzieren. Durch die Ebola-Epidemie in Westafrika sind nach neuen Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wahrscheinlich bereits 1229 Menschen umgekommen. Aus den vier direkt betroffenen Ländern Guinea, Liberia, Nigeria und Sierra Leone seien zwischen dem 14. und 16. August 113 neue Fälle gemeldet worden, teilte die WHO am Dienstag mit. 84 dieser Patienten seien gestorben.

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