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Erneut wird einer Frau in Irland eine Abtreibung verwehrt

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Erneut wird einer Frau in Irland eine Abtreibung verwehrt

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In Irland ist einer Frau auch unter dem neuen Gesetz eine Abtreibung verwehrt worden.

Stattdessen wurde eine vorzeitige Geburt per Kaiserschnitt angeordnet, in der 25. Schwangerschaftswoche.

Die inzwischen achtzehnjährige Frau ist erst seit kurzem in Irland; woher sie stammt, ist der Öffentlichkeit unbekannt.

Sie hatte angegeben, sie sei noch als Minderjährige in ihrer Heimat vergewaltigt worden.

Nach irischen Zeitungsberichten soll sie schon in der achten Schwangerschaftswoche auf ihren Abtreibungswunsch hingewiesen haben.

Die ärztlichen Begutachtungen, die eine körperliche Gefährdung oder eine Selbstmordgefahr feststellen oder ausschließen sollen, hätten dann aber lange gedauert.

Für eine Abtreibung sei es dann in jedem Fall zu spät gewesen.

Zum Schluss war die Frau sogar in einen Hungerstreik getreten, um ihr Verlangen durchzusetzen.

Irland ist streng katholisch geprägt; die Frage des Schwangerschaftsabbruchs ist daher immer heftig umstritten. Nach wie vor ist ein Abbruch nur äußerst schwer möglich.

Wer es sich leisten kann, reist zum Beispiel nach England, um die Abtreibung dort vornehmen zu lassen.