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Islamistische Aufständische im Irak drohen den USA

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Islamistische Aufständische im Irak drohen den USA

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Dass sich nun doch wieder die USA im Irak einmischen, missfällt den dortigen Aufständischen. Man werde alle Amerikaner in Blut ertränken, versprechen die Islamisten in einem Video: Amerikanische Ziele würden überall angegriffen werden.

Die amerikanische Luftwaffe hat gegen die Islamisten in den letzten Tagen etliche Angriffe geflogen. Die USA rechtfertigen ihr Eingreifen damit, dass der Aufstand über Nordirak hinauswirke und damit unter anderem auch ihre eigenen Interessen gefährde.

Die aufständischen Islamisten seien eine Gefahr für alle Iraker und für die ganze Region, sagt Präsident Barack Obama. Sie würden vorgeben, sich um die Sorgen sunnitischer Moslems zu kümmern, würden dabei aber Sunniten töten. Die Iraker müssten den Islamisten entgegentreten; sie müssten sie vereint aus den besetzten Gebieten vertreiben – wie es jetzt am Staudamm von Mossul geschehen sei.

Dieser Staudamm war von den Aufständischen eingenommen worden, ist jetzt aber nach amerikanischen und irakischen Regierungsangaben wieder zurückerobert – von Armee und kurdischen Milizkämpfern, dank Hilfe durch die USA aus der Luft.

Seit dem 8. August griff die amerikanische Luftwaffe 68 Mal die Aufständischen an;
in 35 dieser Fälle ging es um Ziele an der Mossuler Staumauer.

Die USA warnen aber davor, dass Luftangriffe alleine die irakischen Probleme nicht lösen könnten. Obama rief die Iraker und den neu ernannten Regierungschef dazu auf, schnell eine Regierung zu bilden, die alle Bevölkerungsgruppen einbeziehe – anders als bisher.